Eden Books goes Umweltfreundlich
Die Diskussion ist nicht neu und brandet auch in unserem Büro immer wieder auf: Wie können wir weniger Müll produzieren, wie können wir Müll besser trennen, was können wir in unserem Büro-Alltag für die Umwelt tun? Und schaffen wir eine ganze Woche Mittagspause ohne Müll?
Gerade bei uns in Berlin Mitte ist die Versuchung groß: Ein riesiges Angebot an hippen Mittagsangeboten verleitet dazu abends lieber Netflix zu gucken als für den nächsten Tag vorzukochen. Und dann sitzen wir da: Salat in Plastik eingeschweißt, Curry in Styroporschalen, Falafel in Alufolie – nach der Mittagspause können wir dann einen ganzen Mülleimer voller Verpackungen runterbringen.
Aber diese Woche machen wir das anders: Eine Woche lang Mittagspause ohne Müll oder zumindest mit weniger Müll. Das ist ein realistisches Ziel und jede von uns kann selbst überlegen, wie sie das macht. Von zu Hause mitbringen? Mit Tupperdose zum Take away? Oder gleich auswärts essen?
Ab heute berichten wir hier eine Woche jeden Tag von unseren Erfahrungen und nehmen euch mit bei unserer Teamchallenge Mittagspause ohne Müll
Was wir gelernt haben:
- Kleinere Portionen kochen
- Kochen ist durchaus eine Alternative zu Netflix (auch wenn es immer noch besser ist, die Mitbewohner*innen übernehmen das)
- Es entwickelt sich ein gewisser Gruppendruck, was die Mitnahme von Tupperdosen angeht
- Es ist leichter als man denkt, einfach mal mit mehr Umweltbewusstsein anzufangen
- Es liegt trotzdem noch ein ganz schön weiter Weg vor uns, wirklich etwas zu bewegen
Tag 5:
Juhu, eine Woche fast vorbei und wir haben bestmöglich durchgehalten!
Der Versuch mit Tupperdosen ins Restaurant zu gehen, ist allerdings schwerer als gedacht. Zwar wird unsere Idee offen aufgenommen, jedoch sind die Köch*innen meist zu sehr in ihrem Trott, sodass wir zwar mit einer halb gefüllten Tupperdose mit dem frisch gekochten Curry ins Büro zurückkehren, aber in einer Extraschale aus Styropor den Reis tragen. Hätte man ruhig beides zusammen in die Dose schöpfen können. Dennoch unser neuer Entschluss: Nächste Woche wieder!
Tag 4:
Erhöhung des Challenge-Levels: Mittagspause ohne Müll auf Reisen
Tatsächlich ist heute das ganze Büro in alle Winde zerstreut, Berlin, Hamburg, Heinsberg, fast keine sitzt an ihrem Platz. Die Kolleginnen mit dem Ziel Hamburg konnten sich in der Kantine der Edel AG versorgen (die Eisbecher danach lassen wir als Ausrutscher durchgehen – wer kann da schon widerstehen?). Reiseziel Heinsberg entpuppte sich da schon als schwieriger, denn das Reiseproviant war schon um 11 Uhr längst aufgegessen … Resoluter Entschluss: einfach gar nicht mehr Essen bis zur Buchpremiere am Abend. Dort gab es dann Bier und Nüsse. Viele Nüsse.
Tag 3:
Fazit: Immer noch wird morgens stolz vermeldet, wer für den Mittag schon mitgedacht hat und sein Essen in den Kühlschrank gestellt hat.
Um unser Ziel zu erreichen, werden durchaus kreative Methoden angewendet. Marion zum Beispiel besticht ihre Mitbewohnerin mit Kochbüchern aus unserem Regal, damit sie ihr das Essen kocht. Scheint wohl gut zu klappen …
Aber da wir nun alle so richtig in Übung sind, verrät Anabelle uns hier ihre neueste Entdeckung. Ihr Curry hat sie endlich aufgegessen und heute eine Kreation aus Quinoa, Kartoffeln und Kokosmilch mitgebracht:

Quinoa-Bowl
Für 2 Portionen:
250 g Kartoffeln
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Koriander (gemahlen)
1/2 TL Chiliflocken
1/2 TL Ingwer (gemahlen)
200 g Kokosmilch
1/2 EL Tomatenmark
200 g gestückelte Tomaten
Salz
Pfeffer
90 g Quinoa
80 g Spinat
Die Kartoffeln schälen, halbieren und ganz normal kochen.
Anschließend Kartoffeln mit Knoblauch, Koriander, Chili, Ingwer, Kokosmilch, Tomatenmark und den gestückelten Tomaten in einen Topf geben, zum Kochen bringen und nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.
Quinoa mit 300 ml kochendem Wasser hinzufügen.
Bei reduzierter Hitze und geschlossenem Topf 30 Minuten köcheln und regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt. 5 Minuten bevor alles fertig ist, den Spinat hinzugeben (auf dem Foto ist keiner zu sehen, da er leider überall ausverkauft war).
Tag 2:
Fazit: Essen aus Tupperdosen ist weiterhin beliebt – Anabelle isst zum zweiten Mal ihr selbstgemachtes Curry und Nina findet Essen aus der Mikrowelle keine Option – dann lieber kalt.
Die andere Hälfte des Teams weicht auf eine auswärtige Mittagspause aus. Spaltet der Versuch nun unsere einträchtige Team-Mittagspause? Und was ist eigentlich mit den Süßigkeiten, die wir zwischendurch so gerne essen? Weiterhin rumort es in unseren Köpfen. Aber – es macht erstaunlich viel Spaß, sich über die ausprobierten Rezepte zu unterhalten und diese ggf. auszutauschen Abgesehen davon: Eigentlich haben wir Inspiration pur um uns herum. Es stehen so einige tolle Kochbücher unsere Schwesterverlage Dr. Oetker und ZS im Regal unseres Besprechungs- bzw. Esszimmers…Vom Schulkochbuch für Anfänger*innen bis hin zur syrischen Küche für Fortgeschrittene findet hier jeder was!
Plan für Morgen: Wir stellen euch das Rezept vom kreativsten Gericht vor, das eine von uns mitbringt.
Tag 1:
Große Schlange an der Mikrowelle und kein anderes Gesprächsthema als Müll, Umweltbewusstsein und regionale Lebensmittel beim Mittagessen. Jede von uns hat privat schon einiges ausprobiert und irgendwie ihren Weg gefunden, einen persönlichen Beitrag zu umweltbewusstem Leben zu leisten. Komisch, dass wir diese Haltung im Büro doch häufig nicht durchhalten (können). Definitiv motiviert, haben wir heute erstmal mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet.