Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Ein Tag, an dem es darum gehen soll, Leben zu retten, Opfern und ihren Angehörigen zu gedenken und vor allem darum, Aufmerksamkeit für die schreckliche Krankheit zu schaffen. Denn Vorsorge kann Leben retten. Nur durch Aufmerksamkeit kann das Tabu gebrochen werden. Und Zusammenhalt schenkt den Betroffenen Kraft. In diesen Büchern von Eden Books haben fünf starke Frauen über ihre Geschichte mit dem Krebs geschrieben.
Meine Medizin seid ihr! / Marlene Bierwirth

Marlene Bierwirth ist 18 Jahre alt und auf der Überholspur: Abi, Jobben, Ausziehen, Studieren. Das sind die Dinge, die sie beschäftigen. Bis ihr Leben zum kompletten Stillstand kommt: Diagnose Hirntumor. Bösartig. Von diesem Moment an sollen plötzlich Krankenhausaufenthalte, Chemotherapien und nie zuvor gekannte Sorgen ihren Alltag bestimmen.
Doch Marlene lässt sich davon nicht verängstigen. Schnell gelingt es ihr, einen Weg in den Kampf gegen den Krebs zu finden: Sie öffnet sich mit beeindruckendem Optimismus, erst ihren Freunden und dann der ganzen Welt – mit einem mutigen, schonungslosen Blog. Täglich nimmt sie die virtuelle Welt mit in ihren Alltag mit dem Tumor. Sie berichtet über Nebenwirkungen, Gefühle und darüber, womit sie sich die Zeit im Krankenhaus vertreibt.
»Meine Medizin seid ihr!« ist eine inspirierende Geschichte über Mut und den Wert eines starken Umfeldes, die deutlich macht, wie wichtig es ist, Hilfe anzunehmen. Denn einen Tumor im Gehirn besiegt man nicht nur mit positiven Gedanken.
Rock den Himmel, mein Held / Ines Gillmeister

Jeden Freitag lassen Ines und ihre Kinder Luftballons gen Himmel steigen. Post für den Papa, denn Simon ist diesen Sommer gestorben.
Krebs ist die Diagnose, die Ines’ Mann 2012 erhält, kurz nachdem sie ihm eröffnete, dass sie ein zweites Kind erwarten. Erst kommt der Schock und dann die Angst um ihre Zukunft. Doch Aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Tochter Emma tauft Papas Blutkrebs »Krabbe Kunibert« und Simon wird zu ihrem Held, der unerbittlich mit Chemorittern gegen die Krankheit kämpft. »Kunibert, du kannst uns mal!« ist das Motto der folgenden Jahre.
Gemeinsam erstellt die Familie eine Bucket List und hangelt sich an kleinen Abenteuern durch den Alltag. Der Blog cancer-is-an-asshole ist für Ines ein Anker, um in dieser schweren Zeit durchzuhalten. Simon liebt es, wie sie über ihr gemeinsames Leben schreibt und wünscht sich, dass ihre Geschichte in einem Buch erzählt wird. Denn neben Krankenhausaufenthalten, Bergen von Medikamenten und der ständigen Angst, gibt es auch sehr viele schöne Momente. Vielen Angehörigen von Krebspatienten kann Ines mit ihren Worten Mut machen, aufklären und eine Plattform bieten.
»Rock den Himmel mein Held« ist ein berührendes Buch über Zweifel, Hoffnungslosigkeit und lange Nächte im Krankenhaus, aber auch über Glück, Hilfsbereitschaft und das tägliche Miteinander
einer Familie, die beschlossen hat, sich nicht unterkriegen zu lassen.
Brüste umständehalber abzugeben / Nicole Staudinger

Nicole Staudinger ist zweifache Mutter, Ehefrau und angehende Unternehmerin, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird: Sie hat die gleiche genetische Vorbelastung wie Angelina Jolie. Voller Optimismus und Lebensmut stellt sie sich der Diagnose und lebt dabei trotzdem ihr Leben weiter. Sie steckt mitten in der Behandlung und wird in den nächsten Monaten mehrfach operiert. Dennoch entwickelt sie weiter mit viel Erfolg ihre eigene Firma, mit der sie deutschlandweit Schlagfertigkeitsseminare für Frauen anbietet und hat überwältigenden Lebensmut. Für ihre Kinder ist sie weiterhin die starke Mama und ihre Familie und Freunde wiederum werden ihr selbst zur größten Hilfe, denn sterben kommt für Nicole Staudinger nicht in Frage!
In diesem Video von Auf Klo seht ihr, wie man sich richtig die Brüste abtastet:
Fuck Cancer / Myriam von M

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass es schon Scheiße genug ist, an Krebs zu erkranken. Bei Myriam von M. war das leider nur der Gipfel des Eisbergs. Schon als Frühchen muss sie um ihr Leben kämpfen, ihr Vater begeht Selbstmord und sie wächst in einer Welt voller Schmerz und Enttäuschungen auf. Später, als junge Frau, geht es endlich aufwärts, und alles scheint gut zu werden. Sie und ihr Freund bekommen ein Kind und sind glücklich. Dann der Schock: bei einem Arztbesuch wird Vulvakrebs diagnostiziert. Ihre Welt bricht zusammen und sie stürzt in ein tiefes Loch. Doch sie schafft es, ihre letzten Kräfte zu sammeln und sagt dem Krebs den Kampf an. Sie vereint Trauer, Erfahrungen und Wut und macht fortan etwas Gutes daraus. Sie startet die Kampagne FUCK CANCER und gibt so dem Krebs ein Gesicht und vielen Betroffenen ein Idol.
Andrea – Briefe aus dem Himmel / Karsten Kehr

Andrea ist Mutter von zwei kleinen Töchtern und unheilbar krank – Diagnose Krebs. Als die Ärzte ihr mitteilen, dass ihr höchstens noch ein Jahr
Lebenszeit bleibt, trifft sie eine Entscheidung: Sie beschließt, die ihr verbleibende Zeit zu nutzen, um Nele und Mia ein ganz besonderes Geschenk zu machen und dafür zu sorgen, dass sie ihre geliebten Kinder auch noch über ihren eigenen Tod hinaus begleiten kann. Heimlich bastelt sie liebevolle Geschenke und schreibt ihnen Briefe für jeden Geburtstag, bis die beiden Mädchen volljährig sind. Darin beschreibt sie, was sie ihren Töchtern für die Zukunft wünscht, bereitet sie auf neue Lebensabschnitte vor und macht ihnen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Außerdem gibt sie einen ehrlichen und sehr persönlichen Einblick in ihr eigenes Leben, erzählt, was sie als Kind, Jugendliche und schließlich junge Mutter erlebt hat, was sie fühlte und beschäftigte. Dutzende Briefe als Zeitraffer ihres viel zu kurzen Lebens und als Erinnerung und auch Trost für ihre Töchter. Andrea starb am 07. Mai 2017. In »Andrea – Briefe aus dem Himmel« hat Autor Karsten Kehr, der die Familie jahrelang begleitete und unterstützte, seine zahlreichen Gespräche mit der todkranken Andrea aufgezeichnet und erzählt damit das ungewöhnliche und sehr berührende Schicksal einer Mutter und der alles überdauernden Liebe zu ihren Kindern.
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